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  Das über Jahrhunderte gewachsene nachbarschaftliche Miteinander der Menschen im Grabfeld endete nach dem Zweiten Weltkrieg unvermittelt. Fortan trennte die nahezu unüberwindliche "Zonengrenze" den durch gemeinsame Tradition und Sprache verbundenen Kulturraum. Erst seit der Wende 1990 zeichnet sich ein neuerliches, freundschaftliches Zusammenwachsen des bayerischen und thüringischen Grabfelds ab.

Diese sich wandelnde Nachbarschaft über Grenzen hinweg wurde und wird getragen von den Menschen im Grabfeld. Sie lebten mit den Grenzen, ignorierten oder überwanden sie. Deshalb stehen auch diese Menschen im Mittelpunkt des "Museums für Grenzgänger". Einige ausgewählte Personen fanden daher als "Grenzgänger" in der Ausstellung ihren Platz. Sie informieren den Museumsbesucher über ihre persönlichen, mit den Grenzen verbundenen Lebenswege - stellvertretend für viele tausend andere "Nachbarn im Grabfeld".